Kneipp-Verein Warendorf

Vereinshaus: Kneipp-Aktiv-Zentrum, Beelener Str. 15a, 48231 Warendorf;  Mail: kontakt@kneipp-warendorf.de
 

Radeln und Kultur, eine ideenreiche Mischung an Werra, Fulda und Weser
3. bis 6. 6. 2014

Dem längsten Kuss begegneten unlängst die Warendorfer Kneippianer auf ihrer 3-Flüsse Route. Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen, so steht es seit 1899 auf dem Weserstein in Hann. Münden. Die Stadt des Dr. Eisenbart war Gastort für das 3-Flüsse Kultur-Radeln des Kneipp Vereins Warendorf an Werra-Fulda-Weser. Dass Hann. Münden, am Beginn des Weserlaufes, viel zu bieten hatte, davon ließ sich die Gruppe schnell überzeugen.  Nach einem kleinen Imbiss zu Mittag stand eine historische Stadtführung unter Leitung des „Dr. Eisenbart“ auf dem Programm. Gekonnt und mit viel Witz wusste Dr. Eisenbart die Warendorfer in seinen Bann zu ziehen und nahm seine Gäste auf eine geschichtliche Zeitreise in sein 17tes Jahrhundert mit. Als legendärer Barockarzt, des königlich Preußischen Adels, wirkte er in Hann. Münden und kurierte die Leute ganz auf seine Art. Damit durften die Kneippianer ihren Gastort schnell liebevoll erfahren. Danach war das kleinste Örtchen unserer Republik das Ziel.  Kaum zu glauben, es klang wie ein Märchen,  waren wir doch an der Märchenstraße, die Tillyschanze mit fantastischem Blick über den Dächern der historischen 3-Flüsse Stadt.  Zwei Einwohner beherbergt die Tillyschanze, ohne wirkliche Postleitzahl sondern mit fünfmal der Null im Personalausweis. Die Post kann nur postlagernd empfangen werden. ein Novum in der deutschen Gemeindeszene. Das Büfett am Abend im historischen Ratsbrauhaus ließ zum Abschluss des ersten Tages keine Wünsche offen.

Am zweiten Tag radelte die 15köpfige Gruppe entlang der Fulda, zum  Weltkulturerbe, den Bergpark Wilhelmshöhe, um den weltberühmten Wasserspielen beizuwohnen. Zusammen mit mehreren tausend Besuchern und unter fachkundiger Leitung wanderte man mit dem Wasser vom Herkules zum Schloss Wilhelmshöhe und war von dem Wasserlauf, ohne mechanisches Zutun, sehr beeindruckt. Auf dem Rückweg wurde dann im Gasthaus Roter Kater & Graue Katze, am hessischen Fernradweg Nr. 1,  eine deftige Hausmannskost ein genommen.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der weltweit zahlreichen Nutzpflanzen und versprach ein besonders Highlight zu werden. Entlang der Werra, vorbei an wunderschön blühenden Feldrainen war das Tropenhaus in Witzenhausen Zielpunkt.  Mit über 400 Tropischen, Subtropischen sowie im Freiland die heimischen Pflanzen, erlebten die Kneippianer eine erstaunliche Vielfalt der Natur. Mitten in Deutschland gedeihen hier Kaffee, Kakao, Baumwolle sowie Muskatnüsse. Hier gibt es das ganze Jahr lang üppiges Grün unter Glas. Das Tropengewächshaus zeigte eine faszinierende Fülle verschiedener nutzbarer Pflanzenarten, darunter Nahrungs- und Futterpflanzen, Medizinal-, Färbe-, Duft- oder Gewürzpflanzen. Der praxisnahe Anbau der Nutzpflanzen gab den Kneippianer einen Einblick in die Landwirtschaft und den Gartenbau der Tropen und Subtropen. Unter neun Meter hohen Bananenstauden erfuhren Sie, warum die Früchte krumm sind und wie aus den roten Kaffeekirschen unser Lieblingsgetränk wird.

Am vierten Tag folgte die Gruppe den legendären Kuss, dem Weserlauf bis Kloster Bursfelde. Zuvor wurde die Weser von Veckerhagen nach Hemeln mit der Fähre überquert. Die über 900 Jahre alte Benediktinerabtei im südlichen Weserbergland zeugt von einem wechselvollen Verlauf der Geschichte in der Reformatorischen Zeit.  Nach einer ausgiebigen Rast, beeindruckt von der außergewöhnlichen Vielfalt dieser viertägigen Kultur-Radel-Tour an Werra, Fulda und Weser traten die Warendorfer Kneippianer ihre Heimreise an.