Kneipp-Verein Warendorf

Vereinshaus: Kneipp-Aktiv-Zentrum, Beelener Str. 15a, 48231 Warendorf;  Mail: kontakt@kneipp-warendorf.de
 

„Sinnliches Vergnügen“ und Kunsterlebnis (29. 4. 2015)
von Christel Hoof

 

Das Kunsthaus Kannen bei Münster-Amelsbüren war das Ziel einer Halbtagesfahrt des Kneipp-Vereins Warendorf am 29. April. Insgesamt 29 Teilnehmer waren eingestimmt auf einen dreigeteilten Nachmittag.

Er begann im Café Sinnespark mit der engagierten Einführung in die Geschichte und Entwicklung des Alexianer Krankenhauses - einer Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, dort ist das Kunsthaus eingegliedert.

Seine Entstehung geht auf die Förderung künstlerisch besonders begabter Langzeitpatienten zurück, deren kreative Arbeit und Entwicklung kontinuierlich unterstützt wurde.

Seit Oktober 2000 ist das Kunsthaus als „Modellprojekt Gemeinschaft behinderter Künstler“ anerkannt – bislang einzigartig in Deutschland.

Im zweiten Teil, nach einer Kaffeepause, wurde die Gruppe durch das großzügig angelegte Kunsthaus geführt. Es vereint die Ateliers und einen Ausstellungssaal unter einem Dach. Tief beeindruckt hörten die Teilnehmer ganz persönliche Geschichten und die Arbeitsweisen einiger dort wirkender Künstler. Die ausgestellten Werke erstaunten alle.

Dann folgte das „sinnliche Vergnügen“: sehen, tasten, fühlen, hören, riechen und Gleichgewicht, das sind die sechs Sinne, die uns täglich begleiten. Die Grundidee zu einem „Erfahrungsfeld der Sinne“ stammt vom bekannten Geistes- und Naturwissenschaftler Hugo Kükelhaus (1900-1984). Die Alexianer haben sie 1994 auf dem Gelände umgesetzt und gestaltet.

Egal ob begehbare Spiegelskulpturen, Steinklangstäbe, Summstein, Partnerschaukel oder das rundeste Wasserglockenspiel der Welt – der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt und die Teilnehmer lächeln, staunen und probieren aus.

Ein Höhepunkt an Intensität war die Rieseltafel (wie sie auch in der LVHS Freckenhorst zu sehen ist). Beim Drehen der Rieseltafel setzt sich ein Gemisch aus zwei verschiedenartigen Substraten und Körnungen in Bewegung und rieselt durch kleine Trichteröffnungen. Es entstehen dadurch immer neue „Bilder“.

Alle Stationen sind harmonisch in die Parklandschaft eingebettet und laden sehr zum Verweilen ein. Möge sich mancher Leser dieser Zeilen angeregt fühlen, sich selbst einmal auf diesen Weg zu machen.

Auf der Heimfahrt wurde noch einmal viel erzählt und dankbar auf die Erfahrungen dieser Fahrt zurückgeschaut.