Kneipp-Verein Warendorf

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Wellnessurlaub in Bad Kissingen – 11.-18.06.2016
von Christel Hoof, Bilder von Christel Hoof und Gisela Heuvelmann

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Das können auch die 20 Teilnehmer der 7-Tage Wellnesswoche im bekanntesten Kurort Deutschlands, dem „bayerischen Staatsbad“ mit dem ältesten Gradierwerk Europas. Bad Kissingen liegt südlich der Rhön an der fränkischen Saale und seit 2012 als „Rosenstadt“ ausgezeichnet. Wie kann es auch anders sein, denn allein im Kurpark sind an die 10.000 Rosenstöcke zu bewundern. Also ein Blütenwunder passend zum Termin der Wellness-Woche für Körper, Geist und Seele.

Bad Kissingen hat zu allem viel zu bieten. Der Ort ist eingebettet in eine idyllische Landschaft und bietet neben dem großen Kurpark einen 15 ha großen Landschaftsgarten. Im Kurpark, zum Teil an der Saale gelegen, boten die Kneipp-Anlagen die Möglichkeit, die körperlichen Kräfte aufzufrischen. Ob Wassertretstelle, Kräutergarten, Barfußpfad oder Klanggarten, alles wurde intensiv genutzt. Der Landschaftsgarten im englischen Stil lud anschließend mit Hängematten, Liegestühlen und Parkbänken zum relaxen ein. Nicht nur dort konnte man die Seele baumeln lassen sondern auch in der KissSalis-Therme und der imposanten Wandelhalle, eine der größten in Europa. Es war eine tägliche Pflichtübung, mit dem Wasserglas in der Hand, dort zu flanieren. Nicht zu vergessen die Kurkonzerte, ein Muss für Musikliebhaber.

Einer der prägenden Politiker der Kaiserzeit, Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck, war derart von Bad Kissingen begeistert, dass er sich am Ende des Kurparks ein Wohnhaus errichten ließ. Wichtige Staatsbesucher wurden dort empfangen. Als Museum bietet es für interessierte Besucher Einblicke in die deutsche Geschichte des ehemaligen Kaiserreichs. Nehmen wir einmal an, dass Otto v. Bismarck auch der Spielbank einen Besuch abgestattet hat. Die Kneipp-Freunde drängte es auf jeden Fall dorthin. Keiner von ihnen wurde mit plötzlichem Reichtum überrascht.

Ein weiterer Höhepunkt war die Tagesfahrt in das fränkische Weinland, verbunden mit einer Schifffahrt auf der Mainschleife, vorbei an kleinen, verwunschenen Weinorten. In Veitshöcheim begeisterte das herrliche Barockschlösschen mit dem wunderschön angelegten Rokokogarten. Ursprünglich unter Fürstbischof von Dernbach als Jagdhaus errichtet, wurde es in späteren Jahren von Balthasar Neumann, einem der bekanntesten Baukünstler des Barocks, erweitert. Nach der Säkularisierung übernahm der Herzog von Toscana in 1806 das Schloss. Ihm folgten 1814 die bayerischen Könige. Ein Besuch des reizvollen Weinstädtchens Volkach mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten durfte im Programm nicht fehlen. An Würzburg vorbei ging es zurück nach Bad Kissingen.

Eine weitere Attraktion war der Besuch des Schlosses Aschach und im Anschluss darann der Kurort Bad Bocklet. Der Rückweg nach Bad Kissingen wurde von drei eifrigen Wanderern zu Fuß angetreten. Der Weg führte durch schöne Flussauen und Wälder. Zu erwähnen ist noch der Besuch des Wildparks mit seinen Freigehegen in einem schönen Waldgelände.

Auch wenn der Wettergott nicht immer auf der Seite der Reisenden stand, verliefen die Tage in Kurzweil und mit Freude. Viele Wünsche mussten leider offen bleiben, aber die Teilnehmer waren sich einig: wir werden wiederkommen.