Kneipp-Verein Warendorf

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Kultur-Radeln auf den Spuren des Rattenfängers 19.-22.05.2015
von Wilhelm Spieker

Kultur-Radeln im Weserbergland hieß es nun zum dritten Mal. Nach Höxter Corvey und Hannoversch Münden war jetzt die Rattenfängerstadt Hameln Gastort der Warendorfer Kneippianer. Vier Tage in der Wesermetropole vergingen wie im Flug. Tourleiter Wilhelm Spieker hatte ein abwechslungsreiches und sehr interessantes Programm zusammengestellt. Ist doch das Weserbergland für seine Sagen, Märchen und Geschichten weltbekannt. Die bekannteste spielt in Hameln, wo der Rattenfänger sein Unwesen trieb. Gleich am ersten Tag zog dieser in seiner historischen Tracht die Warendorfer Gruppe in seinen Bann. Das geschah durch eine lebendige und gekonnte Theateraufführung durch die Straßen Hamelns. Die drei restlichen Tage waren durchs Radfahren geprägt. Das weit ausladende Wesertal erlaubte faszinierende Aussichten, geschmückt mit blühenden Rapsfeldern. Weser aufwärts führte der Weserradweg bis zur Burgruine Polle, die der Sage nach Aschenputtel beherbergte. Ein paar Kilometer Weser abwärts war das Museum des Lügenbarons von Münchhausen in Bodenwerder das Ziel, wo den Gästen so manche „glaubhafte“ Geschichte untergeschoben wurde. Danach schloss sich eine Dampferfahrt an. Am nächsten Tag war das prächtige Schloss Hämelschenburg im Stil der Weserrenaissance, am Emmerradweg auf dem Weg nach Bad Pyrmont, erster Kulturhöhepunkt. In Bad Pyrmont erlebten die Teilnehmer den wohl schönsten Kurpark Deutschlands. Die Blütenpracht und die unzähligen Palmen waren eine Augenweide. Das Weser abwärts gelegene Stift Fischbeck mit seiner über tausendjährigen Geschichte rundete den Tag ab. Bis auf den heutigen Tag hatten dort nur die Frauen das Sagen. Mit tollen Eindrücken und viel Freude, das änderte auch der einzige Plattfuß kurz vorm Ende der Tour nicht, kehrten die Kneippianer ins Münsterland zurück. Und das in der Gewissheit, im nächsten Jahr den Rest des Weserberglandes bis zur Porta Westfalica erkunden zu wollen.